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DMD-Ratgeber - Erweiterung und Evaluation einer Ratgeberapplikation für die Muskeldystrophie Duchenne zur Stärkung der Eigenverantwortung betroffener Familien

 

Projektkennung VfD_DMD-Ratgeber_13_003449
Laufzeit von 09/2013 bis 02/2015
Webseitehttp://portal.uni-freiburg.de/imbi/bereiche/medinf/projekte/dmdeval
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Leistet die Verwendung einer Dokumentations- und Erinnerungsfunktion in einer Applikation einen Beitrag zur Erhöhung der Selbstwirksamkeitserwartung bei Duchenne-Patienten und ihren Angehörigen?
Welche grundsätzlichen Strategien sind zur Evaluation von mobilen Applikationen möglich?
Welche Erwartungen und Haltungen haben Anwender gegenüber mobilen Applikation?
Hintergrund / Ziele Hintergrund und Problemstellung: Eigenverantwortung und Empowerment sind Konzepte mit zunehmender Bedeutung im Gesundheitswesen. Dabei spielen Gesundheitsinformationen für Patienten und ihre Angehörigen eine entscheidende Rolle. Eine wachsende Anzahl solcher Informationsangebote wird als Applikationen für mobile Endgeräte bereitgestellt, insbesondere für Smartphones. Jedoch wurde der Nutzen mobiler Applikationen bisher kaum systematisch untersucht. Es wird vermutet, dass Applikationen mit Gesundheitsinformationen vielfältige Vorteile mit sich bringen. Dabei spielt die größere Interaktivität von mobilen Applikationen gegenüber anderen Medien möglicherweise eine zentrale Rolle. Dies gilt insbesondere in Bezug auf eine Stärkung der Eigenverantwortung unter der Annahme, dass durch die aktive Beschäftigung entsprechende Handlungsmechanismen trainiert werden.

Ziel der Studie ist die Evaluation der Wirkung einer mobilen Applikation auf die Selbstwirksamkeitserwartung von Patienten mit Muskeldystrophie Duchenne und ihren Angehörigen. Darüber hinaus werden Daten zur Verbreitung der Applikation in der Zielgruppe, ihre Bedienbarkeit und Nutzung sowie etwaige Barrieren für Angehörige und Patienten im Versorgungskontext erhoben.
Methodik Zur Untersuchung dieser Fragestellungen werden eine quasiexperimentelle Interventionsstudie im Prätest-Posttest-Design und qualitative Interviews mit Betroffenen durchgeführt. Primäre Zielgröße ist die Erhöhung der Selbstwirksamkeitserwartung bei Duchenne-Patienten und ihren Angehörigen nach der Intervention mit der mobilen Ratgeberapplikation. Zusätzlich werden Daten über die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen im Kontext der Applikation, ihre Gebrauchstauglichkeit und die Verwendung einzelner Funktionen erhoben.

Als Intervention wird eine mobile Applikation eingesetzt, die einen Ratgeber für Familien mit Duchenne-Patienten beinhaltet, der um interaktive Funktionen erweitert wird (wie Dokumentation von Krankheitsparametern oder Erinnerungsfunktion an regelmäßige Untersuchungen).

Zur Datengewinnung werden einerseits Fragebogenerhebungen mit Patienten und ihren Angehörigen durchgeführt, die im deutsch-österreichischen Register für die Muskeldystrophien Duchenne und Becker registriert sind. Andererseits sollen qualitative Interviews mit Eltern von Betroffenen durchgeführt werden, um Informationen über die Erwartungen und Haltungen der Anwender gegenüber mobilen Applikationen zu gewinnen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung online  (Stichprobengröße: 200)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Quasi-experimentelle Untersuchung
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 17.04.2014