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Berufsbezogener Versorgungsbedarf und Versorgungsleistungen bei Patienten mit chronischen orthopädischen Erkrankungen

 

Projektkennung VfD_11_001707
Laufzeit von 10/2011 bis 03/2013
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Mittels der Studie sollen die berufsbezogenen Versorgungsstrukturen und deren Bewertung durch die Patienten und die unterschiedlichen professionellen Akteure beschrieben und analysiert werden.
Hintergrund / Ziele Orthopädische Erkrankungen verursachen 25% der Arbeitsunfähigkeitstage und sind mit einem Anteil von 16% die zweithäufigste Ursache für Erwerbsminderungsrente. Die Maßnahmen zum Erhalt bzw. der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sind vielfältig und setzen bei unterschiedlichen Akteuren an: medikamentöse Behandlungen, Heilmittel, medizinische Rehabilitation, Anpassung der Arbeitsanforderungen, Umschulungen etc.
Dabei gibt es Hinweise, dass die Versorgung nicht immer optimal ist. So muss beispielsweise für die medizinische Rehabilitation festgestellt werden, dass nur bei 13% der Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen und 14% nach Hüft- bzw. Kniegelenksendoprothesen während der Rehabilitation Leistungen zur Unterstützung der beruflichen Integration stattfinden. Der Anteil liegt deutlich unter den von der Deutschen Rentenversicherung definierten Therapiestandards (jeweils 20%).
Eindeutige Kriterien für die Identifikation von Patienten mit spezifischem Behandlungsbedarf und die Auswahl berufsbezogener Maßnahmen sind nicht definiert. Bei der Indikationsstellung steht in der Regel Absentismus (Arbeitsunfähigkeitszeiten etc.) im Vordergrund. Studien zeigen jedoch, dass Präsentismus – die Anwesenheit am Arbeitsplatz trotz Schmerzen, Beschwerden und Leistungseinschränkungen – insbesondere bei chronisch Kranken ein verbreitetes Phänomen ist und damit das Kriterium Absentismus nicht bei allen Patienten greift.
Methodik Literaturrecherche und Literaturanalyse zu Struktur und Effektivität berufsbezogener Behandlungsmaßnahmen und zu den Perspektiven der verschiedenen Akteure auf den Versorgungsprozess. Dabei werden die Datenbanken Medline und PsychINFO (jeweils 2000-2011) einbezogen und wird systematisch bzgl. der Auswahl und Verknüpfung von Suchbegriffen vorgegangen. Die Treffer werden durch zwei Projektmitarbeiter gesichtet und ausgewertet.

Experten-Survey (mit quantitativen und qualitativen Anteilen): Expertenbefragung zu Kriterien für Empfehlungen verschiedener Behandlungsoptionen und Schnittstellenproblemen (Haus- und Fachärzte, Rehabilitationseinrichtungen, Betriebe; die Auswertung erfolgt v.a. deskriptiv). Die Erarbeitung des Fragebogens erfolgt unter Supervision von Experten aus dem Bereich Rehabilitation und Arbeitsmedizin.

Patientenbefragung: die Rekrutierung der Rehabilitanden für die Längsschnittstudie erfolgt entweder (a) über der Deutsche Rentenversicherung oder (b) in orthopädischen Rehabilitationseinrichtungen. Da in jedem Fall Rehabilitanden unterschiedlicher Rehabilitationseinrichtungen eingebunden werden, ist von einer multizentrischen Datenerhebung auszugehen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 67 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.02.2015