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AgeMooDe-Studie - Verbundprojekt Depression im Alter: Versorgungsbedarf, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Kosten

 

Projektkennung VfD_AgeMooDe-Studie_12_001794
Laufzeit von 02/2012 bis 01/2015
Webseitehttp://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4501.php
Status des Projekts laufend
GesamtprojektVerbundprojekt Depression im Alter: Versorgungsbedarf, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Kosten
ProjektkuerzelAgeMooDe-Studie

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Beschreibung des Versorgungsbedarfs, der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und der Kosten von Depression im Alter auf der Ebene der Primärversorgung beim Hausarzt in Deutschland. Hierbei werden alle relevanten Akteure (Patient, Angehörige, Hausarzt) in die Erfassung einbezogen.
Vergleich der Kosten von erkannten und nicht erkannten Depressionsfällen in der Hausarztpraxis
Beschreibung der Entwicklung der Kosten von Depression im Alter im Längsschnitt
Hintergrund / Ziele Das Verbundvorhaben zielt auf die Beschreibung des Versorgungsbedarfs, der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und der Kosten von Depressionen im Alter auf der Ebene der Primärversorgung („Bottom-up") unter Einbezug der Perspektiven relevanter Akteure. Dies erlaubt einen Vergleich der Kosten von erkannten und nicht erkannten Depressionen und die Untersuchung der zeitlichen Entwicklung der Kosten von Depressionen im Alter, sowie die Berücksichtigung relevanter Subgruppen. Das Leipziger Zentrum analysiert den gedeckten und ungedeckten Versorgungsbedarf und identifiziert entsprechende Risikogruppen mit besonderem Fokus auf der Patientenperspektive, insbesondere auf Einstellungen, Behandlungspräferenzen und Ressourcen der Patienten. Im Verbund werden insgesamt 1.200 Probanden, 500 Angehörige und ca. 90 Hausärzte befragt.

Das Leipziger Zentrum hat die Gesamtprojektkoordination inne und ist darüber hinaus für die Befragung von 20-25 Hausärzten, die Organisation des Screenings von 1.500 Patienten in der Hausarztpraxis, die Befragung von insgesamt 570 Patienten und 240 Angehörigen (Baseline und Follow-up) verantwortlich. Die Auswertung der Daten erfolgt hinsichtlich des gedeckten und ungedeckten Versorgungsbedarfs, auch bezogen auf spezifische Risikogruppen, und der Einstellungen, Behandlungspräferenzen und Ressourcen der Patienten.
Methodik Zur geplanten Erfassung des Versorgungsbedarfs, der Inanspruchnahme von Gesundheits-leistungen und der Kosten von Depression im Alter wird eine prospektive multizentrische Kohortenstudie durchgeführt. Die Rekrutierung der Depressionspatienten erfolgt basierend auf einem etablierten Netzwerk von Hausarztpraxen (Forschungs- und Rekrutierungsplattform der German Study on Aging, Cognition and Dementia in Primary Care Patients; AgeCoDe) in vier deutschen Städten (Bonn, Hamburg, Leipzig, Mannheim). Teilnehmende Hausärzte erstellen eine Liste von al-len Patienten ab 75 Jahren, die mindestens einmal in den vergangenen sechs Monaten behandelt wurden. Insgesamt werden so n=600 depressive (Geriatrische Depressionsskala >=6 Punkte) und n=600 nicht-depressive Patienten befragt.

Die Untersuchung der Patienten erfolgt durch geschultes wissenschaftliches Studienpersonal. Hierbei werden ca. 3-stündige voll strukturierte Interviews durchgeführt, welche folgende Bereiche erfassen: Depressionsdiagnostik (dimensional und kategorial), Versorgungsbedarf, Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Kosten, Soziodemographie, Lebensquali-tät, Komorbidität, Kognition, soziales Netzwerk, Beeinträchtigungen in Alltagsaktivitäten, Einstellung zu Depression und Behandlungspräferenzen. Die Befragung der Angehörigen wird in Form von 30-minütigen voll strukturierten Interviews zum Versorgungsbedarf von und der Einstellung zu Depression durchgeführt. Die Datenerhebung bei den Hausärzten erfolgt mittels Fragebögen. Erfragt werden hierbei für jeden teilnehmenden Hausarztpatienten der Versorgungsbedarf und die somatische Komorbidität sowie allgemein die Einstellung zu Depression, die Behandlungspräferenzen, das Versorgungskonzept von Depression (Diagnostik, Überweisungsverhalten, etc.) sowie die wahrgenommenen Barrieren der Versorgung. 1 Jahr nach Baselineerhebung erfolgt eine weitere Befragung.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 1.200)
Studiendesign Längsschnittstudie
Kohortenstudie (prospektiv)
Beobachtungsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 75 bis 0 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 17.02.2015